Zeugen der Geschichte: die Kopfbuchen bei Aachen

Denkmale und Geschichtliches

Denkmale und Geschichtliches

Zeugen der Geschichte: die Kopfbuchen bei Aachen

Südlich von Aachen trifft man immer wieder auf eigenartig gewachsene, alte Buchen. Ihre Stämme sind bis auf eine Höhe von ca 1,50 m skurril gewachsen, manchmal sind mehrere Stämme zusammengewachsen. Weiter oben haben sich die Bäume normal weiterentwickelt.


Kopfbuchen der Aachener Landwehr beim Dreiländerpunkt

Früher waren diese Bäume Bestandteil einer Grenzbefestigung, des sogenannten Landgrabens oder Landwehr. Auch oben am Dreiländerpunkt führte die Aachener Landwehr entlang, parallel zur heutigen Autostraße. 

Fotos: Loni Liebermann


Kopfbuchen der Aachener Landwehr beim Dreiländerpunkt

Der Langraben bestand im Allgemeinen aus einem mit einer dichten Buchenhecke bepflanzten Wall, der von zwei Gräben flankiert war. Durch regelmäßigen Schnitt auf Mannshöhe wurde die Hecke undurchdringbar.


Kopfbuchen der Aachener Landwehr beim Moresneter Weg

Diese Landwehr schützte das Aachener Reich, das zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert entstand und bis ins 18. Jahrhundert dauerte. Danach wurden die Bäume noch ungefähr 100 Jahre zur Gewinnung von Brennholz geschnitten. Nach dieser Zeit entwickelten sich die „Durchwachser“, das sind normale Stämme oberhalb der alten Schnitthöhe.

Beim Dreiländerpunkt, südwestlich von Aachen, startet die GrenzRoute 2, die über den Moresneter Weg (Jakobsweg) führt und den Äußeren Landwehrring kreuzt. 


Aachener Landwehr beim Moresneter Weg, Grenzstein

 An dieser Stelle befindet sich ein Grenzstein des Aachener Reichs, ein sogenannter Adlerstein.


Skurril gewachsene Kopfbuche, Aachener Landwehr beim Grenzübergang Aachen-Köpfchen

Im Süden des Aachener Reichs gab es zusätzlich zum Äußeren Landgraben den Inneren Landgraben. Sie sind seit 1988 ein Bodendenkmal. 

 

 


Wall der Aachener Landwehr beim Moresneter Weg

Beim Dreiländerpunkt, südwestlich von Aachen, startet die GrenzRoute 2, die über den Moresneter Weg (Jakobsweg) führt und den Äußeren Landwehrring kreuzt. Hier sind auch noch einige ausgewachsene Kopfbuchen zu sehen, die früher als Hecke auf dem Grenzwall standen. An dieser Stelle befindet sich auch ein Adlerstein.

Rekonstruktion des Aachener Landgrabens

Westlich der Grenzübergang Köpfchen führt der Wanderweg Grenzroute 1 zu dieser Rekonstruktion des Landgrabens. 

Die Grenzstation Köpfen hat 2 Adressen, eine belgische und eine deutsche:
Aachener Straße 261 a (ehem. belgisches Zollhaus), B-4730 Raeren
und
Eupener Straße 420 (ehem. deutsches Zollhaus), 52076 Aachen

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